Dienstag, 3. Juli 2007

Dicke Fische

Wer fragt sich nicht hin und wieder: was machen die ganzen Webentwickler, Designer und vor allem "Consultants" eigentlich mit dem ganzen Geld, das sie mit wenig Arbeit rund um eine mehr oder weniger tief greifende Beschäftigung mit dem Internet verdienen? Wie verbringen diese notorisch unterforderten Menschen eigentlich die Freizeit?

Der Autor taucht in einem See

Einzelne Helden des digitalen Zeitalters waren so freundlich und haben uns an ihrer Freizeitgestaltung teilhaben lassen. Ich erinnere nur an Kim Schmitz alias Kimble ("Legends may sleep, but they never die"), der angeblich größte Hacker aller Zeiten, Investor und Trendsetter [1]. Ob er sich mit viel Engagement um die Bewältigung von logistischen Herausforderungen im Urlaub (Gumball Rallye) oder um die gemeinsame Freizeitgestaltung mit leicht bekleideten Mediengestalterinnen gekümmert hat – ihm hat die breite Öffentlichkeit einen beispielhaften Einblick in das Privatleben von uns Cyberhelden zu verdanken.
Wir wollen unserem Vorbild in nichts nachstehen und unseren News-Bereich dazu nutzen, einmal ganz andere Geschichten aus der Agentur zu erzählen. Dies ist nicht nur für unsere Kunden von Bedeutung („was machen die eigentlich mit meinem Geld“), spannend für potentielle neue Mitarbeiter („das will ich auch“), sinnstiftend für die Jugend („Mama, ich will nicht mehr Feuerwehrmann werden“), sondern sicher für die breite Öffentlichkeit von elementarem Interesse. Logisch.


Hatten Sie mal ein Aquarium? Schon mal Urlaub in der Südsee gemacht? Erinnern Sie sich noch an Jacques-Yves Cousteau oder Hans Hass? Ich schon – Hobby erraten? Genau, ich hüpfe wirklich gerne in beliebige Gewässer und tauche dort ein, in eine neue, unbekannt Welt. Ist wirklich entspannend und fast schon mit einer Meditation zu vergleichen. Schwerelos mit Fischen auf Augenhöhe, umgeben von wunderschönen Pflanzen und Korallenwelten und doch mit so vielen Gemeinsamkeiten zu meinem beruflichen Alltag.
Es fängt damit an, dass ein Taucher eine Unmenge an Technik um sich verteilt. Ohne Technik geht nichts, das ist nicht anders als in unserem Job. Atemregler (gleich zweimal zwei), Tarierweste, Anzug, Brille, Blei, Flossen und vieles mehr baumeln um den Taucher herum. Kommt es auch nur bei einem Bestandteil zu einem Fehler, dann wird die entspannende Meditation zu einer ausgesprochen stressigen Achterbahnfahrt mit Gefahren für Leib und Leben. Schon mal erlebt, wenn kurz vor der Freischaltung der neuen Website ein Server abraucht? Genau so fühlt sich der Ausfall eines Atemreglers unter Wasser an.

Neue Welten, neue Perspektiven mit Hilfe der eingesetzten Technik erreichen, das wollen wir unter Wasser und im Job. Klar so weit? Habe ich schon erwähnt, dass ein moderner Taucher immer mit einem Computer unter Wasser unterwegs ist? Liegt doch auf der neoprengeschützten Hand.

"Kein Computer versteht, warum Menschen nicht gerne nass werden, außer wenn sie schwimmen." (Marvin Minsky)

Selbst historische Parallelen lassen sich ziehen. Das Gerätetauchen, sieht man von archaischen Helmtauchern ab, ist eine recht junge Sportart. In der 60er Jahren kam die Technik zum ersten Mal in einer breiteren Welle bei Hobbytauchern an und heute gibt es kaum noch einen Flecken auf der Erde, wo sich eine größere Wasserfläche ohne Tauchbasis finden lässt. Der Boom startet in den 80er Jahren so richtig durch – ich meine das Tauchen und nicht den PC. Dazwischen, in den 70er Jahren, waren Bücher zum Thema „Zukunftsforschung“ aus keinem weihnachtlichen Bücherensemble wegzudenken. Die dort (in dem Buch, vergessen Sie Weihnachten!) aufgezeigten Perspektiven für den Jahrtausendwechsel beschrieben ganz unterschiedliche Projekte. Immer dabei waren zwei Ideen, deren Realisation als praktisch gesichert galt, die sich allerdings bis heute nicht einen Millimeter weit von dem Status einer Utopie entfernt haben.
Da wäre zum einen der Begriff der "künstlichen Intelligenz" dessen praktische Umsetzung von Menschen wie Marvin Minsky vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) [2] als kurz vor der Verwirklichung angepriesen wurde und zum anderen Unterwasserhabitate, die uns schon längst völlig neue Lebensräume im großen Stil erschlossen haben sollten.

Schön wärs, aber Computer sind noch immer dumm wie ein Toaster und das Leben unter Wasser beschränkt sich auf rund 60 minütige Abstecher.

Von Detlef Beyer

Tags: Beratung

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